Herzlich willkommen bei den Alpenländischen Dachsbracken.

Ich freue mich, sie auf der Homepage vom Verein Dachsbracke begrüßen zu dürfen. Hier haben sie die Möglichkeit, sich über unsere Schweißhunderasse und deren vielseitigen Verwendung zu informieren.
Für weitere Fragen stehen ihnen die entsprechenden Mitglieder unseres geschäftführenden Vorstandes gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

Ekkehard Stockinger, 1. Vorsitzender



Der Verein Dachsbracke e.V. ist Mitglied im:



Rasseporträt
Jagdlicher Einsatz

In Österreich, dem erklärten Ursprungsland der Rasse wurde schon frühzeitig darauf hingearbeitet
einen Hund zu etablieren, dessen Hauptaufgabe als Jagdgebrauchshund in der Schweißarbeit liegt.

"Da die allerwichtigste Arbeit in unseren heimatlichen Bergen die Riemenarbeit auf der Schalenwild-
Wundfährte ist und bleibt, musste der als Gebrauchshund in Betracht kommende Hund vor allem
anderen Schweißhund sein. Die Dachsbracke hat sich als solche unzweifelhaft bewährt, aber auch
den Beweis geliefert, das sie ihren Schweißhundewert keineswegs einbüßt, wenn sie, entsprechend
eingeführt, auch bei anderen jagdlichen Arbeiten dem Bergjäger als Helfer zur Seite steht.
( Zitat: "Die Alpenländische Dachsbracke")

So wurde die Alpenländische Dachsbracke bereits 1932 als Schweißhundrasse durch den
Österreichisch Kynologischen Verband (ÖKV) und den Österreichischen Jagdgebrauchshundverband
(ÖJGV) anerkannt und wird auch seit 1991 bei der FCI in dieser Sektion anerkannt und geführt.

Das Charakteristikum der Alpenländischen Dachsbracke ist die Arbeit mit tiefer Nase. Ihr großer Vorzug ist neben dem absolut sicheren Spur-, Hetz- und Standlaut, die brackentypisch angewölfte Eigenschaft einer aufgenommenen Spur oder Fährte mit großer Passion, Spurwillen und Spurtreue zu folgen.

Auch auf Grund dieser Eigenschaften wird sie nicht nur zum Brackieren auf Hase und Fuchs, sondern seit vielen Jahren auch vermehrt zum Stöbern auf Schalenwild eingesetzt. Ihre absolute Wildschärfe zahlt sich dabei aus. Auch die Wasserarbeit und der Apport ist ein Arbeitsfeld für diese Rasse. Sie sind sogar Bestandteil der Prüfungsordnung in den so genannten Wahlfächern der Gebrauchsprüfung.

In den aufgeführten Arbeitsfeldern zeigt sich, wie im anfänglichen Zitat ausgeführt, das die Alpenländische Dachsbracke als Gebrauchshund seine Berechtigung hat.

Es sei aber nochmals gesagt, die Hauptaufgabe der Alpenländischen Dachsbracke liegt in der Arbeit nach dem Schuss. Inhaltlich wird auf die Schweißarbeit und die so genannte "Laute Jagd" in der Prüfungsordnung des Vereins Dachsbracke auch der größte Wert gelegt.

Daher gehört die Alpenländische Dachsbracke in die Hand eines Jägers mit nicht nur ausreichender Einsatzmöglichkeit, sondern auch mit dem Willen diese zu nutzen.

Trotz ihrer Wildschärfe und Passion ist unsere Alpenländische Dachsbracke im Haus ein ruhiger Kamerad, der sich durch Menschenfreundlichkeit, insbesondere gegenüber Kindern und Familienmitgliedern auszeichnet.


Standard und Herkunft
Wie fast alle Bracken wurde auch die Alpenländische Dachsbracke durch Selektion aus der Keltenbracke gezüchtet. Der Ursprung ist im gesamten Alpenraum, das Erzgebirge und bis hinein in die westlichen Ausläufer der Karpaten.

Erste schriftliche Erwähnung findet sie in den Ausführungen von Kronprinz Rudolph "Eine Orientreise vom Jahre 1881". Aus dieser Zeit stammt auch der "Mauersberger" nach Friedrich Müller aus Mauersberg im Erzgebirge. Er verdiente sich um die Zucht der Dachsbracke. Der Name "Alpenländisch-Erzgebirgler Dachsbracke" wurde 1975 auf "Alpenländische Dachbracke" geändert und durch den F.C.I. Österreich als Ursprungsland zuerkannt.

Trotz ursprünglicher Vielfalt in Höhe, Gestalt und Farbe war stets ein einheitlicher Typ erkennbar, der sich seit nun über 100 Jahren gefestigt hat und als Zuchtziel verfolgt wird.Sehr agiler, mittelgroßer (34-42 cm; Ideal Rüden 37-38 und Hündinnen 36-37cm), kräftiger Hund mit starken Knochen und guter Muskulatur, der elegant wirkt. Der Kopf ist Faltenlos, der Fang kräftig, der Behang glatt anliegend und rund. Der muskulöse Hals entspricht dem übrigen Körper, dessen Läufe stark bemuskelt und gerade sind. Die Pfoten sind derb und gut geschlossen. Die Rute ist mittellang, zeigt eine mäßige Bürste und wird in Höhe der Rückenlinie getragen. Das Haar ist derb, hart und kurz, aber nicht glatt, mit guter Unterwolle. Die Idealfarbe ist Dunkelhirschrot mit oder ohne leichter schwarzer Stichelung, sowie Schwarz mit klar abgegrenzten rot-braunem Brand an Kopf (Vieräugel), Brust, Läufen, Pfoten, und an der Rutenunterseite.


Verein, Zucht und Welpenvermittlung
Die bedarfsorientierte Zucht und die Vermittlung der Welpen erfolgt durch den Verein Dachsbracke.Die Welpenvermittlung ist der Geschäftsführung in enger Zusammenarbeit mit den Züchtern angegliedert. Eine Welpenabgabe erfolgt nur an Jäger und Vereinsmitglieder.

Der Verein Dachsbracke organisiert sich bundesweit in 10 Landesgruppen. Auf Grundlage dieser Struktur werden die Mitglieder und individuellen Aktivitäten wie Hundeführerlehrgänge, Züchtertreffen und Landesgruppenversammlungen territorial betreut. Die Organisation und Ausrichtung der verschiedenen Prüfungen und Veranstaltungen obliegt den Landesgruppen.

Anknüpfend an bereits bestehende Kontakte vor dem 2. Weltkrieg pflegt der im Jahr 1961 in der BRD gegründete Verein Dachsbracke intensive Verbindungen zum Mutterland der Rasse dem Klub Dachsbracke in Österreich, zu Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Diese Länder schreiben ebenfalls eine lange Dachsbrackentradition unter geschichtlich und politisch unterschiedlichen Zeiten fort.

Erfreulich ist auch die jüngste Entwicklung um die Rasse in Polen und den skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden. Das anhaltend große Interesse der Jäger in diesen Ländern an unseren Hunden wird durch Vereinsgründungen in Polen und Norwegen unterstrichen. In Schweden wird die Alpenländische Dachsbracke weiterhin in allen Belangen vom Schwedischen Schweißhundeklub betreut. Der Verein Dachsbracke konnte diese Länder in vielen sachlichen - und fachlichen Angelegenheiten unterstützen.

So wird auf nationaler und internationaler Ebene eine enge und vielfältige Zusammenarbeit mit gleichen Zielen möglich. Dies spiegelt sich auch in den internationalen Prüfungsordnungen und stattfindenden Prüfungen wieder.
Nicht zuletzt dient diese Zusammenarbeit einem bestmöglichen Zuchtaustausch.